Viele fragen uns am Honigautomaten: Was machen eure Bienen eigentlich im Winter? Die kurze Antwort: Sie halten sich gegenseitig warm. Die lange Antwort liest du hier.
Die Wintertraube
Sobald es unter etwa 10 Grad kalt wird, ziehen sich die Bienen zu einer dichten Kugel zusammen, der Wintertraube. In der Mitte sitzt die Königin, außen wechseln sich die Bienen ab. Durch Muskelzittern erzeugen sie Wärme, im Kern der Traube sind es rund 25 Grad, selbst bei Frost draußen. Ein Volk geht mit etwa 10.000 bis 15.000 Winterbienen in die kalte Jahreszeit.
Wovon leben sie?
Von ihren Vorräten. Wir lassen unseren Völkern einen Teil des Honigs und füttern im Spätsommer zusätzlich, damit jedes Volk mit ausreichend Futter in den Winter geht. Ein Volk braucht bis zum Frühjahr etwa 15 bis 20 Kilogramm.
Was macht der Imker im Winter?
Wenig an den Bienen und viel drumherum: Beuten reparieren, Rähmchen bauen, Mittelwände einlöten, Honiggläser bestellen und den Automaten befüllen. Im Dezember steht noch die Winterbehandlung gegen die Varroamilbe an, bei der die Völker brutfrei sind. Danach heißt es abwarten bis zum ersten warmen Tag im Februar oder März, wenn die Bienen zum Reinigungsflug ausfliegen.
Wie kannst du helfen?
Mit einer Bienenpatenschaft unterstützt du genau diese Arbeit: Winterfutter, Behandlung und neue Beuten. Und im Frühling gibt es den Honig deiner Bienen.